Ohne großes Aufsehen wurde Mitte 2023 der Anteil an Bioethanol im Benzin erhöht. Dem bis dahin für die meisten Minis ausreichenden "Eurosuper" wurde ab diesem Zeitpunkt ein Anteil von 10% von dem aus Nahrungs- oder Futtemitteln hergestellte Ethanol beigefügt - mit teilweise schlimmen Folgen. Der hohe Anteil dieses aggresiven Zusatzes zerstört einerseits Gummiteile wie Dichtungen, Schläuche oder O-Ringe oder greift andererseits Metallteile wie z.B. den Kraftstofftank, Benzinleitungen, Filter und Einspritzdüsen an. Unabhängig davon ist auch die Mini-Motortechnik für die Verwendung Krafstoffen mit einem höheren Anteil als fünf Prozent Bioethanol ungeeignet und es können dadurch schwere Motorschäden entstehen!
Siehe hierzu auch:
https://oeamtc.e10tanken.de/check/mini-stammt-ihr-mini-aus-einem-produktionsjahr-vor-2001-ja
Erschwerend kommt dazu, dass unsere Minis meist nur wenige 100km im Jahr bewegt werden, oft noch weniger. So kommt es vor, dass mitunter zwei/drei Jahre kein frischer Sprit eingefüllt wird und der alte, abgestandene und ausgerauchte Saft nur mehr alles andere als "Kraft"stoff ist.
Um all dem zu entgehen, müssen Minifahrer*innen nur folgendes beachten: Tanken Sie ausschließlich "Premium"-Sprit bei Marken- nicht Diskont-Tankstellen! So hat uns z.B. BP-Austria freundlicherweise bestätigt, dass deren "Ultimate Super" Kraftstoff überhaupt kein Bioethanol enthält - obwohl 5% zulässig wären und daher die Zapfsäulen mit dem E5 Kennzeichen gekennzeichnet sein müssen.
Gönnen wir unseren Minis also einfach adäquaten Treibstoff, dann haben wir lange damit Freude und die Mehrkosten sind angsichts der geringen Kilometerleistung unserer Minis überschaubar!
Und für längere, geplante Stehzeit gibt es im Handel, oder auch bei uns, sogenannte Benzin-Stabilisatoren. Das sind Zusätze die man in den Tank füllt um so Rost und Ablagerungen zu verhindern.